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15th November 2013

Yet another excellent review rolls in for The Road Ahead - Ragazzi (Germany)

Keine Frage, in Australien gibt es eine Jazzszene. Doch was davon erreicht Europa? Der Gitarrist Albert Dadon aka Albare gilt als der aktivste, innovativste Jazzgitarrist von Down Under. "The Road Ahead" ist sein zweites Album. Sein Name war mir bislang unbekannt.
Gemeinsam mit Phil Turcio (p), Yunior Terry (b) und Pablo Bencid (dr) - seiner fast ausschließlich akustischen Begleitcombo, und in einem Song als Gastsänger Allan Harris wurden die 13 Songs auf "The Road Ahead" eingespielt. Zusammen 59:31 Minuten, davon einige Tracks nur Sekundenschnipsel als einführende Motive für anschließende Songs, sind ein entspannter Pool aus Post Bop Post Fusion Jazz, der auf lyrischen Jazzrhythmus wie auf deftiges Rockjazz-Getrommel setzt, hochmelodisch und eingängig arrangiert ist und vom großen Feingefühl der Protagonisten spricht.
Im Vordergrund steht stets Albares sanftmütige Jazzgitarre, die melodische Läufe einmal blitzschnell, dann zart melancholisch abstrahiert und poetische Strukturen baut. Pianosoli ergänzen die Gitarrenpartien. Einige davon sind schön abstrakt und melodisch klar, andere nähern sich mit eingängigem Spiel lyrischen Mainstream-Gefilden. Die Rhythmuscrew arbeitet ausgezeichnet, stets den richtigen Ton treffend. Die technischen Handwerker sind gut präsent und geben dem Melodiespiel des Gitarristen wie des Pianisten ästhetisch anspruchsvolle Ergänzung.
Akustische Basssoli und rhythmische Extravaganzen füllen den melodischen Pool. In aller eleganten Jazzsprache ist "The Road Ahead" sehr eingängig, kann im besonderen Restaurant genauso funktionieren wie im bestuhlten Theater, während Freigeister und Extremhörer kaum angesprochen werden (doch: Rhythmus!).
Schönes, weiches Werk. Perfekt im Herbst.

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